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Bradley Beaulieu: Die Zwölf Könige

Im September 2017 ist bei Knaur das Taschenbuch "Die Zwölf Könige - Die Legenden der Bernsteinstadt" von Bradley Beaulieu erschienen. Es ist der Beginn einer Trilogie und bereitet auf 682 Seiten die geplanten Folgebände vor. Ob sich die Lektüre lohnt, verrate ich in diesem Beitrag.

Bradley Beaulieu,
Die Zwölf Könige

Die Geschichte


Eine archaisch anmutende Stadt inmitten einer riesigen Wüste, regiert von zwölf Königen und ihren "Klingentöchtern" ist der Schauplatz der Geschichte. Während die Könige in ihren Palästen über der Stadt thronen, lebt ihr Volk um sie herum nicht überall so gut. Das Leben in der Stadt ist geprägt von Kampfspielen auf Leben und Tod in den "Gruben", den Armenvierteln, Streitigkeiten mit den ursprünglichen Wüstenvölkern und den immer wiederkehrenden Nächten, in denen die Könige durch unheimliche, wie Untote wirkende Gestalten Menschen "ernten" lassen.

In diversen Rückblenden begleiten wir die Protagonistin Ceda, die als Waise zunächst bei einem Apotheker aufwächst und sich später als Diebin und Kämpferin in den Gruben durchschlägt. Ihre Mutter wurde von den zwölf Königen hingerichtet. Wenig ist Ceda von ihrer Mutter geblieben: Unter anderem ein Tagebuch mit rätselhaften Versen. Die junge Kämpferin versucht, das Geheimnis der Verse und das Rätsel um ihre Herkunft zu lüften. Dabei spielen die Könige eine große Rolle, sind sie doch für den Tod ihrer Mutter verantwortlich. So sinnt Ceda auf Rache.

Garniert wird die Geschichte mit diversen Götter-Sagen, furchteinflößenden Untoten, Blutmagiern, Sandschiffen, einer Art verwunschenem Garten mit magischen Bäumen und vielen anderen Details.

Mein Eindruck


Mir ist es nicht gelungen, mich in der Geschichte zu verlieren. Die Rückblenden, die immer wieder eingestreut von Cedas Kindheit berichten, die vielen Figuren und Details - das wird sicher den einen oder anderen Leser fesseln. Doch hier hatte ich den Eindruck, dass die Geschichte - gerade als Auftakt einer Trilogie - eine Straffung nötig hätte. Am Ende war ich von der Geschichte eher erschöpft wie von einem Wüstenmarsch als durstig nach mehr.

Mein Fazit: Sicherlich kein schlechtes Buch, aber mir persönlich ist der Spannungsbogen zu lang gespannt mit zu wenig Höhepunkten.

Bibliographische Angaben und Bezugsquellen


Knaur Verlag, Taschenbuch, 682 Seiten
ISBN-13 978-3-426-51817-5, 16 Euro [D]

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