Ralf-Erik Thormann: Der Dolch des Propheten

Vor nicht allzu langer Zeit fand ich ein Lesezeichen in meinem Briefkasten, das mich neugierig machte. Zu erkennen war darauf das stilisierte Bild eines Dolchs, das Auge eines nach Art der Wüstenbewohner gekleideten Menschen sowie Autor und Titel des Buchs: Ralf-Erik Thormann, Der Dolch des Propheten.

Die kurze Zusammenfassung dieses historischen Romans auf der Rückseite des Lesezeichens führte dazu, dass ich beim in Münster beheimateten Verlag anfragte und nicht viel später ein Exemplar des Buchs vor mir liegen hatte.

Worum geht es in diesem Roman?


Besser als im Klappentext kann ich es nicht zusammenfassen:

"Im Jahre 1188 wird der Waise Falko aus seinem Klosteralltag gerissen und zur Ausbildung bei den Tempelrittern gezwungen. Noch bevor dieser Wille seines unbekannten Vaters umgesetzt werden kann, wird Falko Ziel eines Attentates und überlebt nur knapp. Vor den Scherben seines Lebens stehend, ist er Ziel weiterer Anschläge, deren Ursache ihm unbekannt bleibt. Als er der Malteserin Elisabeth das Leben rettet, hilft sie ihm zum Dank bei der Suche nach seiner Herkunft. Die beiden verlieben sich ineinander.
Nach der Aufnahme in den Orden offenbart sich dem jungen Templer allmählich eine düstere Vergangenheit: Seine Eltern wurden von Malik al Charim, einem arabischen Vasallen Saladins, und Henry de Fontes, dem Statthalter Maltas, umgebracht. Die Suche seines adeligen Vaters Raimund nach einem der größten Geheimnisse der Christenheit und die Familientragödie seiner Mutter Fatima, einer orientalischen Prinzessin, sind untrennbar damit verknüpft.
Falko wird immer tiefer in einen Strudel schlimmer Ereignisse hineingezogen, die vor langer Zeit begannen und einen unglaublichen Fortgang finden.
Dann erfährt er, dass sein angeblich ermordeter Vater noch lebt …"


Meine Meinung


Die Erzählung des Waisenjungen Falko ist spannend angelegt. Die Neugier, wie sich die rätselhafte Geschichte aufklären mag, trägt den Leser durch die 346 Seiten des Buchs. Am Ende erfahren wir, dass es sich bei diesem Buch um den ersten Teil handelt - allerdings bleibt offen, wieviele Teile folgen sollen und wann diese erscheinen werden. Zum Glück ist die Geschichte nicht so offen angelegt, dass Folgebände zwingend notwendig sind.

Über die Gestaltung des Titelbilds mag man streiten, auch die im Buch enthaltenen sprachlichen und kleinen logischen Fehler hätte ein Korrektorat und Lektorat vermeiden können - aber da es sich um eine Self-Publisher-Veröffentlichung handelt und die Geschichte das Buch durchaus trägt, kann man über diese Kleinigkeiten hinwegsehen, finde ich.

Wer möchte, kann die Geschichte zunächst kostengünstig als eBook-Edition lesen und bei Gefallen später die durchaus sehenswerte gedruckte Fassung anschaffen: Den fadengehefteten Buchblock ziert zu Beginn ein schönes Exlibris, der feste Einband ist strapazierfähig und Papier und Satzspiegel sind gut gewählt. Eine solide produzierte gedruckte Ausgabe.

Auch wenn ich die historischen Grundlagen nicht beurteilen kann: Wer spannende historische Romane mag, findet hier ein gut gemachtes und erzähltes Buch, das es (noch?) nicht auf die Bestseller-Listen geschafft hat.

Bezugsquellen


Ralf-Erik Thormann: Der Dolch des Propheten (Buch/eBook)

1 Kommentar:

Thomas Nolte hat gesagt…

Also ich hab mir mal das buch schenken lassen , da mich die ganze trematic ( Templer - Kirche ) sowieso interessiert und ich bin überrascht über das Buch (positiv )
Ich hoffe der oder die nächten teile kommen bald !!

Thomas