Ungewöhnlicher Japan-Krimi: Keigo Higashino, Verdächtige Geliebte

Keigo Higashino,
Verdächtige Geliebte *
Krimis lese ich eher selten, aber dieser hier ist etwas Besonderes - und spielt in Japan, was gut zu meiner Leidenschaft für Tee passt. Allerdings spielt Tee in der Geschichte kaum eine Rolle. Vielmehr geht es um Liebe, Mord und die Frage, ob es das perfekte Alibi geben kann.

Der Mord geschieht gleich zu Beginn der Geschichte - und sowohl Täterin als auch Opfer stehen von Anfang an fest. Die ehemalige Bardame Yasuko erdrosselt im Affekt ihren Ex-Mann, der sie und ihre Tochter immer wieder bedroht und erpresst. Doch dann nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung: Der heimlich in Yasuko verliebte Mathematik-Lehrer aus der Nachbarwohnung steht plötzlich vor der Tür und sagt ihr das Verbrechen auf den Kopf zu. Gleichzeitig bietet er ihr an, für ein wasserdichtes Alibi zu sorgen und die Leiche verschwinden zu lassen. Ratlos und hilflos lässt sich Yasuko darauf ein und folgt ab diesem Moment einem akribisch ausgearbeiteten Plan.

Die Leiche wird gefunden, die Polizei verhört Yasuko, ihre Tochter, den Nachbarn und stellt bald diverse Theorien zum Tathergang auf. Doch Yasukos Alibi scheint trotz kleinerer Lücken und Unwägbarkeiten zu halten. Als der Kommissar mit einem befreundeten Physik-Professor über den Fall spricht, stellt sich heraus, dass beide mit dem Lehrer zur gleichen Universität gegangen sind - und dass es sich bei dem vermeintlich einfachen Mathe-Lehrer um ein echtes Mathematik-Genie handelt. Als der Professor seinen früheren Kommilitonen in der Folge besucht, kommt ihm ein Verdacht. Und damit beginnt das Geistes-Duell zweier Genies.

Überraschende Wendungen bis zum Schluss


Zwar weiß der Leser von Anfang an, was geschehen ist - aber das steigert die Spannung letztlich nur umso mehr. Wie schafft es der Lehrer Ishigami, die Polizei immer wieder auf falsche Fährten zu locken? Wird der Physik-Professor ihm auf die Schliche kommen? Wird er Ishigami scließlich auffliegen lassen?

Streckenweise glaubt man, Ishigamis Plan zu kennen und quasi als Eingeweihter mitzuerleben, wie er das Katz-und-Maus-Spiel gewinnt. Doch dann kommt man gemeinsam mit dem Kommissar und dem Professor immer ein klein wenig mehr hinter das konstruierte Alibi, das einerseits einfach, zugleich aber ungemein raffiniert aufgebaut ist. Und zum Ende der Geschichte muss man erstaunt feststellen, dass man längst noch nicht alle Wendungen und Finten erahnt hat ...

Ein ganz klarer Lese-Tipp


In Japan ist das Buch mit über 2 Millionen verkauften Exemplaren bereits ein Bestseller. Und ich kann mir vorstellen, dass der ungewöhnliche Plot auch in Deutschland viele Krimifreunde begeistern wird. Insofern ein ganz klarer Lese-Tipp von mir!

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