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Lese-Tipp: Dan Brown, Inferno


Dan Brown, Inferno*
Endlich wieder ein neuer Dan Brown mit seinem Titelhelden Robert Langdon. Diesmal geht es nicht um die Kirche, Illuminaten oder Freimaurer. Aber der Schauplatz von "Inferno" ist in Europa angesiedelt. Große Teile des Buchs spielen in Florenz - passend zum Titel, der sich auf Dante Alighieris berühmtes Werk "Divina Commedia" bezieht.

Worum geht es diesmal?


Zu Beginn ist alles eher verwirrend, sowohl für den Leser als auch für den Kunsthistoriker und Symbolforscher Robert Langdon. Er erwacht desorientiert in einem italienischen Krankenhaus, ohne Erinnerung an die vergangenen Tage. Wie man ihm mitteilt, ist eine Kopfverletzung, die von einem Schuss herrührt, die Ursache für seine Amnesie - und dann überschlagen sich die Ereignisse auch schon.

Es beginnt eine Hetzjagd im Herzen von Europa, umgeben von jahrhundertealten Geheimnissen, die alle mit Dantes "Inferno" verwoben sind. Und immer wieder hat Langdon einen Traum: Eine verschleierte Frau steht am Ufer eines Flusses, rot gefärbt von Blut, zu ihren Füßen gequälte, sich windende Leiber, die direkt aus Dantes höllischem Inferno zu stammen scheinen. "Suche, und du wirst finden." lautet die Botschaft der rätselhaften Frau. Nach und nach findet Robert Langdon immer mehr Puzzleteile, ohne zu wissen, wie er sie zusammensetzen muss und welches Bild sich daraus ergeben wird.

So versucht Langdon gleich mehrere Rätsel zu lösen. Wie kommt er nach Italien? Wieso wurde auf ihn geschossen? Wer ist die rätselhafte Frau aus seinem Traum und was soll er eigentlich suchen? Ständig auf der Flucht reiht sich eine Frage an die nächste. Mit jeder Antwort tauchen neue Fragen auf. Und nicht nur Robert Langdon wird einige Male getäuscht, auch der Leser wird immer wieder auf falsche Fährten gelockt. Aber eines ist schon bald klar: Es geht um das Schicksal der gesamten Menschheit, um eine tödliche Bedrohung, in die obskure Organisationen genauso verwickelt sind wie die WHO - kann Langdon die Rätsel nicht schnell genug lösen, steht die Zukunft der gesamten Menschheit auf dem Spiel.

Lesen oder nicht?


Ein ganz klares "Ja". Wer "Illuminati", "Sakrileg" und "Das verlorene Symbol" mit Spannung verschlungen hat, wird auch diesmal seine Freude haben. Hauptfigur Robert Langdon trägt zwar zunächst wieder seine altbekannte Kleidung, nämlich Tweedjacke und Mickey-Mouse-Sammleruhr - muss diese aber schon bald gegen elegante italienische Kleidung tauschen. Das wird den einen oder anderen Kritiker freuen, der in der ewiggleichen Kleidung eine fehlende Entwicklung der literarischen Figur sah. Natürlich steht Langdon wieder eine attraktive, kluge Frau zur Seite: die Ärztin Sienna Brooks. Doch auch sie ist für ihn zunächst ein Rätsel.

Schnell ist der Leser versucht, die verschiedenen Personen in gut und böse einzusortieren. Doch mehr als einmal stellt sich in überraschenden Wendungen heraus, dass alles ganz anders ist als gedacht. Wer sind die Guten, wer die Bösen? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. So bleibt es spannend bis zum Schluss und die 682 Seiten sind mal wieder viel zu schnell ausgelesen.

Bezugsquellen

► Dan Brown, Inferno*
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