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Buch-Tipp: Lynn Raven, Blutbraut

Kurz zusammengefasst könnte ich das Buch auf folgenden Satz verdichten: "Die Schöne und das Biest im Vampir-Milieu." Allerdings würde ich dem Buch damit nicht gerecht.

Zu Beginn des Buches sind die Handlungsfäden noch verwirrend. Was erwartet mich hier: Ist es eine der vielen Vampirgeschichten oder ein Action-Thriller oder eine Liebesgeschichte? Auf den über 700 Seiten kommt erst Stück für Stück Licht in das Dunkel. Und bei den letzten Kapiteln konnte ich es kaum noch aus der Hand legen. Doch worum geht es denn nun in dem Buch?

So lange sie denken kann, ist Lucinda Moreira auf der Flucht. Auf der Flucht vor Vampiren, die zu einem uralten Magier-Geheimbund gehören. Und sie ist ganz auf sich allein gestellt, seit ihre Tante vor ihren Augen regelrecht von Vampiren zerfleischt wurde. Ganz besonders fürchtet Lucinda sich vor Joaquín de Alvaro - denn sie ist seine "Blutbraut". Nur indem er immer wieder von Lucindas Blut trinkt, könnte er verhindern, dass er zum "Nosferatu" wird: einem dunklen, bösartigen Geschöpf der Nacht. Würde er ihrer habhaft, wäre sie für immer unauflöslich an ihn gebunden. So befolgt sie die Lehren ihrer Tante und lebt ein Leben voller Angst und auf der Flucht.

Dann lernt Lucinda eines Tages Cris kennen und verliebt sich in ihn. Gerade als der Wunsch in ihr wächst, ein ganz normales Leben mit Cris führen zu können, wird sie brutal entführt - und muss sich ihrer größten Angst stellen: Denn sie wird von ihrern Entführern nach Santa Reyada gebracht - dem Anwesen von eben jenem Joaqín de Alvaro, den sie so unendlich fürchtet. Doch seine Reaktion auf ihr Eintreffen ist rätselhaft: "Sie hätten dich niemals finden dürfen, mi corazón."

Und es kommt noch schlimmer. Denn Cris, zu dem sie gerade Vertrauen gefasst hatte, ist niemand anders als der Bruder von Joaqín. Alles scheint eine Falle gewesen zu sein, die jetzt zuschnappt. - Doch die Dinge sind nicht immer so, wie sie zu sein scheinen.

Liebe, Verbrechen und Verrat, Vampire, Nosferatu und Magier, die Wüste, ein verwunschener Garten und Ruinen, Hightech, ein Großgrundbesitzer und seine Dorfgemeinschaft. Eine wilde Mixtur, die sich im Lauf der Geschichte aber durchaus stimmig entwickelt und gerade zum furiosen Finale hin viel Spannung bringt.

Nach über 700 Seiten kommt ein Schluss, der geradezu nach einer Fortsetzung der Geschichte schreit: Ein großes Lesevergnügen für alle, die Lust auf eine Vampir-Fassung von "Die Schöne und das Biest" haben!

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